GESETZE DER METALLFERTIGUNG ÄNDERN SICH

Die reinen Zahlen könnten für den Metall-3D-Druck einen neuen Meilenstein bedeuten: Mit einer bis zu 100-mal schnelleren Produktionsgeschwindigkeit macht Desktop Metal nach eigenen Angaben die Serienproduktion für den Metall-3D-Druck wirtschaftlich.

 

Das US-Unternehmen aus Burlington hat zwei Systeme vorgestellt, die für das Prototyping sowie für die Serienproduktion den gesamten Produktionszyklus abdecken sollen. Die Systeme verfügen über einen Bauraum von 330 x 330 x 330 mm. Laut Hersteller würden sie mit einer Baurate von bis zu 8.200 cm³ pro Stunde um 100-mal schneller produzieren als herkömmliche Metall-3D-Druck-Systeme und damit »die Gesetze der traditionellen Metallfertigung ändern«.

»Single Pass Jetting-Technologie«

Technologisch basieren die Systeme auf der »Single Pass Jetting-Technologie« (SPJ): Zuerst werden die Bauteile mit einer Mischung aus Metallpulver und Bindermaterial geformt (Bound Metal Deposition). Danach werden die Teile im vollautomatischen, bis zu 1400° C heißen Ofen gesintert. Eine große Vereinfachung verspricht Desktop Metal unter anderem auch durch die integrierte Software, die einen nahtlosen Druck aus CAD-Daten ermögliche.

Seit der Gründung im Oktober 2015 hat das US-Unternehmen 97 Millionen Dollar von Investoren erhalten, darunter GV (bisher Google Ventures), BMW, GE, Saudi Aramco und Stratasys. Die heute über 100 Köpfe starke Belegschaft hat mehr als 138 Patente auf den Weg gebracht. Zum Gründungsteam zählen MIT-Professoren und Vordenker der Branche. Lieferbar soll das DM Studio System ab August 2017 sein, das DM Production System ab Anfang 2018.

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