Verbesserte Temperierung im Formenbau durch additiven Aufbau

Die additive Fertigung von Werkzeugen kann gegenüber konventionellen, spanenden Verfahren mit vielen Vorteilen punkten. Der bayerische Laserspezialist bkl-lasertechnik nutzt die neuen Möglichkeiten, um Werkzeuge mit zusätzlichen Funktionalitäten auszustatten.

Aufgrund des schichtweisen Aufbaus des Werkstücks können komplexe Geometrien realisiert werden, die es dank hochpräziser konturnaher Temperierung mittels feinster Kanäle und isolierender Wabenstrukturen ermöglichen, Formen optimal vorzuheizen oder abzukühlen.

Bereiche des Werkzeugs, die normalerweise nach der Bearbeitung massiv bleiben, können dank 3D-Druck durch Gitterstrukturen ersetzt werden, die sich in der Festigkeit praktisch von massiven Bauteilen nicht unterscheiden. Mittels solcher Gitterstruktur lässt sich die Wärmeleitfähigkeit einzelner Bereiche des Werkzeugs nach Belieben gestalten. Denn der entstandene Hohlraum (Luftraum) funktioniert zugleich als Isolierung.

Die Gitterstruktur senkt zudem den Energiebedarf zum Aufheizen und Abkühlen, da weniger Masse zu erwärmen ist. Auch der Verschleiß der Spritzgussmaschinen verringert sich, da lediglich mit einem Spritzdruck von 200 bar gearbeitet wird (MuCell-Spritztechnik) und die Maschinen dank des Leichtbaus der volumenreduzierten Formen deutlich geringere Haltekräfte aufbringen müssen.

Durch die verbesserte Temperierung der Formen können die Fertigungszyklen deutlich verkürzt werden. Das ermöglicht die Erweiterung der Produktionskapazität eines vorhandenen Maschinenparks um bis zu 30 Prozent ohne zusätzliche Investitionen!

bkl-lasertechnik auf der formnext 2017:

  • Halle 3.1 - Stand B78