GRÜNES LICHT FÜR KUPFERFERTIGUNG


Es braucht einen speziellen Laser, um Kupfer in der Additiven Fertigung zu verwenden: Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen hat einen solchen entwickelt und gleich eine ganze, darauf basierende Anlage konzipiert, mit der reines Kupfer zu Werkstücken verarbeitet werden kann.

Die besondere Herausforderung bei Additiver Fertigung von Kupfer: Bei den üblichen Wellenlängen um 1.000 Nanometer werden bis zu 93 Prozent reflektiert – im Gegensatz zu Stählen und Legierungen mit Titan, Aluminium, Nickel und Kobalt.

Ein grüner Laser mit einer Wellenlänge von 515 Nanometern wird hingegen um den Faktor sieben besser absorbiert. Das Fraunhofer ILT entwickelte, weil auf dem Markt keine Strahlquelle zu finden war, einen Grundmode- Laser, der im kontinuierlichen Betrieb eine maximale Leistung von 400 Watt abgibt.

Bis Ende des Jahres soll am Fraunhofer ILT der Prototyp einer Anlage für »SLM in Grün« (Selektives Laserschmelzen in Grün) entstehen, mit dem der Prozess im Rahmen eines Forschungsprojekts weiterentwickelt werden soll.

Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der formnext 2017:

  • Halle 3.0 - Stand F50