Keramischer 3D-Druck

Mit Form Ceram als jüngster Produktlinie innerhalb des Geschäftsbereichs Technical Ceramics hat die Steinbach AG 2016 einen wesentlichen Schritt in die innovative Zukunft der additiven Fertigung vollzogen.

Mit der auftragsbezogenen Herstellung keramischer Bauteile im LCM-Verfahren per Additive Manufacturing ist Steinbach mit seiner Form-Ceram-Marke nach eigenen Angaben in Deutschland bislang konkurrenzlos. Durch die in den letzten Jahren zunehmend globale Ausrichtung des Unternehmens mit Standorten in China und Taiwan, Australien sowie den USA konnte vom Firmensitz in Ostwestfalen aus die internationale Schiene kontinuierlich ausgebaut werden.

Vor allem bei produzierenden Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie zunehmend Elektroindustrie, chemische Industrie sowie Medizintechnik sind die additiv hergestellten Keramikbauteile aus Detmold zunehmend gefragt. Als keramische Materialien kommen bei dem LCM-Verfahren von Steinbach aktuell je nach Verwendungszweck Aluminiumoxid oder Zinkoxid zum Einsatz.

Beim LCM-Verfahren dient als Ausgangsstoff eine Suspension bestehend aus keramischem Pulver und einem Licht empfindlichen Monomer. Durch die Belichtung findet die Polymerisation statt und aus der flüssigen Suspension wird ein Feststoff. Anschließend wird der Grünling durch den Prozess der Entbinderung von dem Polymer befreit und danach bei etwa 1600 °C gesintert. Nach dem Sintern entsteht so ein dichtes Bauteil mit glatter Oberfläche (Ra=0,4) und mit Eigenschaften, die der konventionellen Fertigung im Nichts nachstehen.

Das LCM-Verfahren ist laut Steinbach ideal, wenn die Werkstoffeigenschaften der Keramik gefragt sind und dünnwandige 3D-Freiformflächen erzeugt werden müssen, wie zum Beispiel bei Düsen, Reaktoren oder Führungen.

Steinbach auf der formnext 2017:

  • Halle 3.1 - Stand F08