Digitale Lagerung von Ersatzteilen

Fünf Prozent aller industriellen Ersatzteile könnten bereits heute allein »digital« gelagert werden. Das spart Kosten und macht Teile schneller verfügbar, so das Ergebnis einer Studie des VTT Technical Research Centre of Finland und der Aalto Universität. Dank Additiver Fertigung müssten diese Ersatzteile nur bei Bedarf produziert werden.

Zwei Jahre lang hatten die Forscher untersucht, welche wirtschaftlichen Vorteile sich mit digitalen Ersatzteilen erzielen lassen. »3D-Druck- Technologie hat ein Niveau erreicht, auf dem eine Produktion in hoher Qualität möglich ist«, so Sini Metsä-Kortelainen, zuständiger Projektmanager bei VTT.

Die Studie fand heraus, dass digitale Lagerung sich vor allem dort lohnt, wo Ersatzteile sehr lange gelagert werden oder nur in sehr geringer Stückzahl benötigt werden.

3D-druckbare Teile identifizieren

Viele Hersteller nutzen bereits Additive Fertigung in der Produktentwicklung und immer mehr in der Herstellung von Ersatzteilen. Diese sind allerdings für herkömmliche Fertigungsmethoden konstruiert. Die aktuellen Herausforderungen sehen die Forscher darin, 3D-druckbare Teile aus den Ersatzteil-Beständen zu identifizieren und für additive Produktion zu optimieren.

Bereits vor einigen Monaten hatte »Mercedes- Benz Lkw« verkündet, auch metallische Ersatzteile für ältere Lkw additiv herzustellen. Das erste umgesetzte Ersatzteil ist eine Thermostatabdeckung (siehe Bilder) für ältere Lkw und Unimog, deren Produktion bereits vor rund 15 Jahren ausgelaufen ist. Laut Mercedes Benz werden die Teile nur in geringer Stückzahl nachgefragt.

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