GÜNSTIGERE HALTEVORRICHTUNGEN FÜR MOTORRADGETRIEBE

Rund 150.000 Euro konnte das österreichische Unternehmen Pankl Racing Systems, ein Tochterunternehmen von KTM Industries, durch den Einsatz 3D-gedruckter Haltevorrichtungen in der Produktion einsparen.

In der neuen 36-Millionen-Euro teuren Produktionsstätte in Kapfenberg, Österreich, hat das Unternehmen die Fertigungskapazitäten für die Produktion ganzer Getriebe-Baugruppen für einen renommierten Motorradhersteller erhöht. Dabei mussten mehr als ein Dutzend verschiedener Getriebemodelle mit jeweils etwa zehn Gängen produziert werden.

Die erforderlichen Zahnräder durchlaufen in der Fertigung mehrere Bearbeitungsphasen (u. a. automatisiertes Drehen sowie Spannungsarmglühen). Jede Phase erfordert spezifische Haltevorrichtungen, die bisher aus Metall angefertigt wurden. Um die Vorlaufzeit um mehrere Wochen zu verringern, setzte Prankl nun auf 3D-gedruckte Halterungen.

Zum Einsatz kamen dabei drei Stereolithografie-Drucker Form2 von Formlabs. Die gedruckten Halterungen konnten laut Formlabs direkt in der Fertigungslinie eingesetzt werden. Neben den Haltevorrichtungen fertigt Pankl auf den 3D-Druckern auch Prototypen sowie Greifer für Roboterarme.

Statt einer Produktionszeit von mehreren Wochen standen die Haltevorrichtungen bereits nach fünf bis neuneinhalb Stunden zur Verfügung. Auch bei den Kosten ließen sich deutliche Einsparungen erzielen: Für eine gefräste Haltevorrichtung veranschlagt Pankl etwa 40 bis 50 Euro, für komplexere Teile bis zu 300 Euro. Eine 3D-gedruckte Vorrichtung verursachte laut Pankl nur noch Kosten zwischen 8,50 und 25 Euro. Bei mehr als 1.000 Haltevorrichtungen, die Pankl während des gesamten Produktionsverlaufes benötigte, sparte das Unternehmen durch den 3D-Druck so mehr als 150.000 Euro an Produktionskosten ein.

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