AM in der Luft- und Raumfahrt richtig qualifizieren

02.09.2018 - In der Luft- und Raumfahrt wird schon seit Jahren additiv gefertigt. Gleichzeitig sind die Herausforderungen an die Qualität der Bauteile auf unvergleichbar hohem Niveau. Daher haben Ampower und Trumpf in einer Studie Best Practices für den Qualifizierungsprozess der Additiven Fertigung in der Luftfahrt erarbeitet. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen, die auch für andere Branchen gelten, stellt Trumpf auf der Formnext 2018 erstmals vor.

Zur Qualifizierung der Additiven Fertigung bedarf es laut der Studie einer umfangreichen, prozessspezifischen Dokumentation und Nachweisführung. Aufgrund fehlender allgemeiner Standards würden zurzeit lediglich die Spezifikationen des OEM, wie beispielsweise Airbus, die Vorgaben definieren.

klare Handlungsempfehlungen

Lieferanten in der Luftfahrt müssen diese internen Anweisungen umsetzen und ihren Fertigungsprozess durchgehend protokollieren, um so eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Produkten zu gewährleisten. Für Lieferanten gibt die Studie klare Handlungsempfehlungen. Dazu zählen eine umfassende Dokumentation der Prozesse, die Spezialisierung auf ein Material, die Schulung der Mitarbeiter oder das klare Bekenntnis des Managements. Laut Studie verursacht der Aufbau einer qualifizierten additiven Fertigungsprozesskette hohe Kosten. Der Schritt zum Lieferanten setze deshalb ein hohes Maß an Investitionsbereitschaft voraus.

Weiter Informationen:

  • Studie als Booklet: am-power.de/insights
  • Trumpf auf der Formnext 2018: 3.0-D50
  • Ampower auf der Formnext 2018: 3.0-E30