Wie AM deutlichen Mehrwert für Maschinenbauer schafft

Wie Unternehmen aus dem Maschinenbau die Additive Fertigung nutzen und erfolgreich in diese Technologie einsteigen können, vermittelt auf der formnext das Forum »AM - Mehr-Wert für die Industrie«. Das Forum, das am Dienstag, 14.11.2017 ab 15:15 Uhr stattfindet, wird vom neuen ideellen Träger der formnext, der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA organisiert.

»Unser Vortragsprogramm auf der am4u-Bühne wird zeigen, wie Maschinen- und Automobilbauer konventionelle Fertigungsprozesse mithilfe von Additive Manufacturing optimieren«, so Rainer Gebhardt, Projektleiter der AG AM im VDMA. Experten aus dem Kreis der über 120 Mitglieder starken Arbeitsgemeinschaft werden in Kurzvorträge über den Einsatz additiv gefertigter Komponenten in Gießerei- und Schmiedeprozessen sowie im Automobilbau berichten.

AM optimiert Schmiede- und Gießereiprozesse

Die SMS Group beleuchtet in einem der Vorträge die Vorteile additiv gefertigter Sprühköpfe in Gesenkschmiedepressen. Die gedruckten Düsen lassen sich einzeln, zonenweise sowie auch zeitlich versetzt schalten und erreichen so in komplexen Gesenkformen jeden Winkel.

Dr. Waldemar Sokolowski, Produktmanager der Oskar Frech GmbH + Co. KG, zeigt das Potential von Additive Manufacturing zur Optimierung von Gießereiprozessen auf. Die konturnahe Temperierung verbessert die Qualität der gegossenen Produkte und wirkt sich zugleich positiv auf Zykluszeiten und die Lebensdauer der eingesetzten Komponenten aus.

Automobilbauer zeigen Potential des bionischen Leichtbaus

Ob als Schwenklager in Fahrwerken oder als Knoten in leichten Aluminium-Spaceframes für Elektrofahrzeuge – mit bionisch designten und additive gefertigten Komponenten wollen Zulieferer wie die Hirschvogel Automotive Group und der Entwicklungsdienstleister EDAG Engineering GmbH dazu beitragen, dass Autos in Zukunft ohne Sicherheitseinbußen um bis zu 20 Prozent leichter werden.

AM ist in der industriellen Fertigung angekommen

Mit den Besonderheiten der Oberflächenbearbeitung von AM-Bauteilen befasst sich Dr. Olaf Böhme von der POLIGRAT GmbH. Die ist keineswegs trivial – aber eine zwingende Voraussetzung für den breiten industriellen Einsatz additiv gefertigter Bauteile.

„Wir zeigen in unserem Vortragsprogramm, dass Additive Manufacturing in der industriellen Fertigung angekommen ist“, erklärt Gebhardt. „Additive Manufacturing erweist sich als innovative Ergänzung, mit der Maschinenbauunternehmen traditionelle Verfahren im Sinne ihrer Kunden weiter optimieren können“, sagt er.

ready4industry: 50 best-practice-Exponate

Besucher der formnext sehen auf der User-Case-Area unter dem Motto „ready4industry“ additiv gefertigte Bauteile, die bereits erfolgreich in der Industrie eingesetzt werden. Hier zeigen Mitgliedsunternehmen der AG AM etwa 50 best-practice-Exponate aus Metall, Kunststoff und Keramik. Diese kommen in den Industriebereichen Automobilbau, Luftfahrt, Produktionstechnik sowie Elektronik und Energieanlagenbau zum Einsatz.

Forum »AM - Mehr-Wert für die Industrie« auf der formnext 2017:

  • Dienstag, 14. November 2017, ab 15.15 Uhr, Halle 3.0, Stand H50

User Case Area: ready4industry der AG AM im VDMA

  •  Halle 3.0, Stand G73