Innovationsmotor

von Sascha F. Wenzler - 09.09.2019

Bereits im vergangenen Jahrhundert philosophierte der britische Staatsmann Winston Churchill, dass »die Menschheit zu weit vorwärts gegangen ist, um sich zurückzuwenden, und sich zu rasch bewegt, um anzuhalten.« Und auch in »unserer Welt«, der Additiven Fertigung und modernen Produktion, lässt sich das Tempo neuer Entwicklungen und Innovationen offenbar nicht mehr drosseln.

Auch wenn sich derzeit in einigen Industrien die wirtschaftlichen Aussichten etwas eintrüben, bleibt die Additive Fertigung der branchenübergreifende Innovationsmotor. Denn gerade in herausfordernden Zeiten ist der Invest in ausgesprochene Zukunftstechnologien notwendig und verschafft langfristig klare Vorteile für die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Additive Fertigung ermöglicht kürzere Innovations- und Produktionszyklen bis hin zum Einsatz in der Serienproduktion. Vorteile, die zum Beispiel die Automobilindustrie für die schnellere Einführung von neuen Modellen, die Umstellung auf Elektroantriebe und die Individualisierung ihrer Produkte als zusätzlichen Mehrwert nutzt. AM wird die Mobilität der Zukunft genauso beeinflussen und mitgestalten wie viele andere Bereiche der industriellen Fertigung.

So werden sich Antworten auf die aktuellen Herausforderungen dieser Zeit – verantwortungsvoller Umgang mit Energie, Rohstoffen und anderen Ressourcen – nur durch den Einsatz moderner und innovativer Technologien finden. Das gilt übrigens nicht nur für die Automobilindustrie, sondern genauso für die Medizintechnik, den Maschinenbau, die Luft- und Raumfahrt, die Bauwirtschaft und viele andere Branchen.

Aufgrund der immer weiter steigenden Zahl von Anwendungen in einer Vielzahl von Branchen sind die Unternehmen der »Additive Community« größtenteils sehr heterogen aufgestellt. Dies bilden wir auf der Formnext 2019 auch mit zahlreichen neuen und bewährten Sonderthemen ab. Besuchern zeigen wir innovative Designprojekte und Start-ups genauso wie Best-Practice-Beispiele und neueste Entwicklungen aus der Bauindustrie, dem Maschinenbau und der PIM/ MIM/CIM-Produktion.

Ausblicke darauf finden Sie bereits in dieser Ausgabe des Formnext Magazins. Über weitere Highlights berichten wir übrigens in diesem Jahr erstmals in einem »fon Messe-Special«, das exklusiv an die Besucher der Formnext verteilt wird.

Ich freue mich darauf, Sie vom 19. – 22. November in Frankfurt zu treffen.