Von Nachhaltigkeit bis zu Automatisierung der Nachbearbeitung

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens kann Materialise nicht nur auf eine ereignisreiche Historie zurückblicken, sondern präsentiert zum Start des Jahres auch die Trends und Themen, die nach aus Sicht des belgischen Unternehmen »im Jahr 2020 zum Treiber unserer Industrie werden«.

30.12.2019 - An erster Stelle steht demnach das Thema Nachhaltigkeit, das auch im 3D-Druck zunehmend wichtiger werde. Das liege auch an der stärkeren Präsenz multinationaler Unternehmen, die einen wachsenden Einfluss und auch eine wachsenden Verantwortung in der Branche haben. Gleichzeitig werde additive Fertigung immer stärker als positive Kraft für nachhaltiges Wirtschaften wahrgenommen. Beispiele hierfür sind dezentralisierte Fertigung vor Ort mit kurzen Lieferwegen, eine bessere Gesundheit durch individualisierte Patientenversorgung sowie der ressourcenschonende Einsatz von Energie und Material.

Darüber hinaus biete der 3D-Druck wirtschaftliche Chancen in unsicheren Zeiten. Gerade in einer Zeit des wirtschaftlichen Wandels, »sind wir der Auffassung, dass mehr und mehr Hersteller sich dem 3D-Druck als Produktionsmittel zuwenden werden, um Kosten zu reduzieren und Risiken zu minimieren«, so das Unternehmen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein viel versprechendes und extrem leistungsfähiges Werkzeug, um Entscheidungen oder Handlungen unterstützen oder automatisieren. Sie ermöglicht die Verarbeitung großer Datenmengen, um diese sinnvollen Informationen zu erhalten. »Es gibt heute sicher ein paar Beispiele dafür, wie KI den 3D-Druck voranbringt«, räumt Stefaan Motte, Vice President und General Manager Software bei Materialise, ein. »Doch bevor wir wirklich damit beginnen, die KI für AM einzusetzen, müssen wir uns zunächst darauf konzentrieren, die vielfältigen Parameter und Algorithmen, die den 3D-Druckprozess bestimmen, zu erkennen und wirklich zu verstehen.«

Klima der Innovation

Fortschritte bei 3D-Druckern, Software und Werkstoffen schaffen ein neues Klima der Innovation. In der Vergangenheit interessierten sich Endverbraucher wenig für die Fertigungsprozesse, mit denen ihr gewähltes Produkt hergestellt wurde. Momentan erlebe die Branche einen Zuwachs an Performanz und Ästhetik sowie eine aktive Beteiligung am Personalisierungsprozess. Ab dem Jahr 2020 werden bislang unvorstellbare Produkte auf den Markt kommen, so Materialise.

Die Ausweitung von Additiver Fertigung und höhere Stückzahlen waren oft durch die Nachbearbeitung begrenzt. »Wir glauben, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um Nachbearbeitungsprozesse zu automatisieren«, stellt CTO Bart Van der Schueren fest. »Bei Materialise haben wir bereits stark in diese Prozesse investiert.« Schließlich biete die Industrie 4.0 ganz neue Möglichkeiten zum Einsatz von Automatisierung und Robotik in der Nachbearbeitung.