Wenn die Elfenbeinflöte aus dem 17. Jahrhundert wieder erwacht

08.02.2020 — Die Sammlung des Pitt Rivers Museum, Oxford, Großbritannien, beherbergt über 7000 Musikinstrumente aus aller Welt, von archäologischen Knochenflöten bis hin zu elektronischen Keyboards. Über 400 Instrumente davon sind aus Knochen oder Elfenbein gefertigt, z. B. Blastrompeten und Knochenflöten, und sie werden oft von Mitgliedern der Herkunftsgemeinden, Forschern und Studenten zum Spielen angefordert.

Allerdings sind viele dieser Instrumente zu zerbrechlich, und es besteht die Gefahr, dass sie dabei irreversibel beschädigt werden. Andere Instrumente sind nachweislich durch alte Pestizidbehandlungen verunreinigt, die vor Schäden durch Museumsschädlinge schützen sollten.

Um eine akzeptable Alternative zum Spielen historischer Musikinstrumente zu bieten, hat das Museum ein Projekt zum 3D-Druck von Repliken gestartet. Ziel ist es, die Instrumente so authentisch wie möglich zu gestalten, damit sie nicht nur wie das Original aussehen und sich anfühlen, sondern auch so klingen.

Dank der Finanzierung durch den IT-Innovationswettbewerb der Universität Oxford hat das Museum die Möglichkeit, neueste 3D-Drucktechnologie zu testen, um herauszufinden, welche Materialien und Methoden den Klang und das Gefühl des Originals genau darstellen können. Im Rahmen dieses Projekts wird eine spielbare Elfenbeinflöte aus dem 17. Jahrhundert mittels CT gescannt und eine Reihe von Nachbildungen mit Harzen und Verbundwerkstoffen mittels verschiedener 3D-Druckverfahren hergestellt. Die Replikate werden dann mit dem Original verglichen, um die Klangqualität, das Aussehen und die Spielbarkeit zu beurteilen.

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