Mondgebäude dank Harnstoff fester


08.02.2020 — Für ihre künftigen Weltraum- und Mondmissionen spielt für NASA und ESA der 3D-Druck eine entscheidende Rolle. Schließlich können damit Materialien im Weltraum entweder recycelt werden oder man nutzt die Materialien vor Ort, zum Beispiel auf dem Mond. Angesichts der hohen Transportkosten von rund 20.000 Euro, um ein Kilogramm in den Erdorbit zu bringen, kann 3D-Druck auf anderen Planeten sicherlich künftige Missionen vielleicht auch wirtschaftlicher machen.

Doch während auf der Erde Baustoffe in der Regel mit Wasser gemischt werden, steht künftigen Mondbewohnern das begehrte Nass als Baumaterial wohl nur in sehr geringem Umfang zur Verfügung. Deshalb haben sich nun Wissenschaftler des Østfold University College und des Advanced-Concepts-Teams der ESA mit der Mixtur für künftige Mondgebäude beschäftigt. In ihrer Aridana-Studie geht es um die Nutzung von Harnstoff, der mit Mondgestein (Regolith) vermischt wird.

Diese Art der biologischen Zweitverwertung ist für die Forscher deshalb sinnvoll, weil Harnstoff als Bestandteil menschlichen Urins (Anteil rund 1-2 Prozent) überall dort verfügbar ist, wo Menschen leben. Im Vergleich zum Einsatz von Fließmitteln auf Polycarboxylatund Naphthalinbasis konnte Harnstoff die Festigkeit der Regolith-Proben erhöhen.

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