Geringe Investitionen, große Potentiale

Konsortialprojekt zum Thema Desktop-3D-Druck startet im Oktober

27.08.2020 — Sie erfordern wenig Platz, sind relativ preisgünstig und lassen sich vergleichsweise einfach bedienen: Desktop 3D-Drucker werden auch in der Industrie sehr erfolgreich eingesetzt. Um die Möglichkeiten von Desktop 3D-Druckern speziell für kleinere und mittlere Unternehmen weiter auszubauen, startet im Oktober 2020 ein Konsortialprojekt zum Thema »Professional Application of Desktop Additive Manufacturing«. Dieses wird vom ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und der IGO3D Business Solutions veranstaltet.

»Die Potentiale von Desktop 3D-Druckern werden häufig unterschätzt. Geringe Investitionskosten mit geringer Qualität gleichzusetzen ist hier ein voreiliger Trugschluss«, erklärt Dr. Kristian Arntz, Geschäftsführer ACAM. »Wir möchten dabei unterstützen, die tatsächlichen Potentiale zu erkennen und gewinnbringend einzusetzen.«

Kleine und mittelständisches Unternehmen aus verschieden Industrien vom Maschinen- und Anlagenbau über das Handwerk bis zur Medizintechnik können so ihr Wissen im Bereich Desktop 3D-Druck vertiefen, konkrete Anwendungsbeispiele erarbeiten und künftige Entwicklungen und mögliche Geschäftsmodelle diskutieren. »Die Teilnehmer erlangen tiefgreifendes und vor allem anwendungsorientiertes Expertenwissen zum Desktop 3D-Druck, welches zur erfolgreichen Implementierung im eigenen Unternehmen befähigt«, so Arntz.

Kennzahlenbasiertes Benchmarking

Das Konsortialprojekt, das für den Zeitraum Oktober 2020 bis Mai 2021 geplant ist, schafft mit verschiedenen Experten-Workshops einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten des Desktop-3D-Drucks. Darüber hinaus soll die Nutzung von Technologien durch ein ausführliches, kennzahlenbasiertes Benchmarking qualifiziert werden.

Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. In der erste Projektphase werden Potentiale verschiedener Verfahren, Maschinen und Materialien, sowie vielversprechende Anwendungen in spezifischen Branchen beleuchtet. Das schließt auch einen gemeinsamen Besuch der Fachmesse Formnext ein. In der zweiten Projektphase werden Technologie- und Anwendungen analysiert. Es geht auch um die Frage, wie verfügbare Maschinen und Materialien optimal eingesetzt werden können. Die dabei erarbeiteten Konzepte werden an einem Demonstrationsbauteil erprobt und weiterentwickelt. Die finale Projektphase will Desktop-AM weiterdenken. Dazu gehören Themen wie neue Geschäftsmodelle oder die Gestaltung von automatisierten Prozessketten im Desktop-Bereich.

Das Konsortialprojekt richtet sich an alle produzierenden Unternehmen im Mittelstand, insbesondere in der Einzel- und Kleinserienfertigung. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 15. September 2020 anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 9.600 Euro.

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