In einem Durchgang gefertigt

10.09.2020 — Die weltweite Corona-Krise hat nicht nur zahlreichen Tech-Unternehmen Rückenwind beschert, sondern auch der Fahrradbranche. So waren im Mai 2020 die Lager nicht weniger Hersteller ausverkauft. Von dem Boom profitieren auch junge Fahrrad-Start-ups, die den 3D-Druck nutzen, um individuelle Carbonrahmen herzustellen.

Carbonrahmen sind in der Radsportwelt inzwischen mindestens so geschätzt wie Aluminiumrahmen. So kamen bereits 2019 3D-gedruckte Fahrradrahmen auf den Markt (zum Beispiel von Arevo). Ebenfalls aus dem Silicon Valley stammt das erste 3D-Unibody-Carbon- Bike, wie der kalifornische Fahrradhersteller Superstrata vermeldete. Das Unternehmen präsentiert sich auf der Start-up-Plattform Indiegogo und hat bereits einen Prototyp gefertigt. Der Rahmen wird dabei in nur einem Durchgang gefertigt, anders als viele andere Modelle mit Carbonrahmen, bei denen die Einzelteile geklebt oder gar verschraubt werden.

Der große Vorteil der Fertigung im 3D-Drucker ist die individuelle Ausrichtung der Geometrie. So kann der Rahmen an Körpergröße, Gewicht, Arm- und Beinlänge, die bevorzugte Sitzposition und die gewünschte Steifigkeit angepasst werden. Damit sind laut Superstrata über 500.000 verschiedene Kombinationen darstellbar. »Dieses Fahrrad wurde entwickelt, um alle Vorteile dieser neuen Fertigungstechnologie und das Beste aus beiden Welten zu nutzen: Stärke und Leichtigkeit«, erklärt Bill Stephens, ein preisgekrönter Fahrraddesigner und die kreative Kraft hinter Superstrata.

Die neuen Zweiräder aus Kalifornien werden in zwei Versionen erhältlich sein: als klassisches Fahrrad »Superstrata C« und als E-Bike »Superstrata E« mit einer Reichweite von knapp 90 Kilometern. Der Verkauf soll im Dezember 2020 beginnen.

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