Metallische Kreislaufwirtschaft

US-Start-up Molyworks gewinnt Formnext Start-up Challenge und AM Ventures Impact Award

Text: Thomas Masuch; Bilder: Molyworks

22.10.2020 — Molyworks hat sich dem Recycling verschrieben und damit neben der Start-up Challenge auch gleich den AM Ventures Impact Award für nachhaltige Entwicklung gewonnen. Das kalifornische Start-up will Metallabfälle in der Produktion (zum Beispiel Späne) nachhaltig in den Produktionsprozess zurückführen und daraus metallisches Pulver für den 3D-Druck herstellen. Dafür haben die Gründer 2015 im Garagenhof das Greyhound-System entwickelt, das heute aus einem mobilen Schmelzofen und einer innovativen Pulververdüsung besteht.

Laut Molyworks kann das Greyhound-System aus gebrauchtem Pulver, Metallabfällen und Altteilen direkt beim Kunden vor Ort Pulver für die additive Fertigung herstellen. Insgesamt hat das junge Team bereits Versuche mit 21 Metallen unternommen – zum Beispiel Titan, Stahl, Nickel, Aluminium und Kupfer. Ziel ist der Aufbau einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für die Fertigung von Metall.

Großes Einsparpotential

Dass Molyworks auch den AM Ventures Impact Award gewinnen konnte, liegt unter anderem an dem großen Potenzial, wie sich mit dieser Technologie Ressourcen einsparen lassen könnten. Immerhin ist die Metallproduktion laut Molyworks für 7 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Daneben wäre durch das Recycling der Transport von Materialien unnötig.

Insgesamt erfuhr der erste AM Ventures Impact Award, der im Rahmen der Formnext Start-up Challenge verliehen wurde, eine sehr starke, positive Resonanz. Die Hälfte aller Einreichungen für die Start-up Challenge enthielt auch eine Bewerbung für den Impact Award. Generell scheint das Thema Nachhaltigkeit auch bzw. besonders bei Start-ups eine immer wichtigere Rolle zu spielen. »Für den Erfolg von Start-ups ist der Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung nicht mehr nur ein ›nice thing to have‹. Es ist ein Muss für jedes Unternehmen und schafft zudem noch große Geschäftsmöglichkeiten «, so Arno Held, Geschäftsführer von AM Ventures. »Gleichzeitig berücksichtigen auch Kapitalgeber das Thema Nachhaltigkeit bei ihren Entscheidungen und es wird nicht mehr lange dauern, bis es jeder tut.«

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