Mehr als zehn medizinisch geeignete Kunststoffe

Auf der Formnext Connect zeigt Kumovis sein offenes Filament-System und sein erweitertes Portfolio an Kunststoffen für die Medizin

23.10.2020 — Kumovis präsentiert in der digitalen Ausgabe der Formnext neue Hochleistungspolymere, die mit dem offenen Filament-System des Start-ups verarbeitet werden können. Zahlreiche medizinische Anwendungen werden in Diskussionen und Vorträgen sowie am virtuellen Messestand von Kumovis näher vorgestellt.

Seit Gründung im Jahr 2017 beschäftigt sich Kumovis insbesondere mit dem 3D-Druck im Gesundheitswesen. Um Medizintechnik-Unternehmen und Kliniken zu ermöglichen, Produkte ressourceneffizienter zu fertigen und die Patientenversorgung zu verbessern, hat das Start-up sein Angebot an medizinisch geeigneten Kunststoffen erweitert. Implantierbare Beispiele sind PEEK, PEKK und PPSU. Deren Biokompatibilität und Beständigkeit gegenüber Sterilisationsmethoden sowie die chemischen und mechanischen Eigenschaften der Hochleistungspolymere sind essentiell für den Einsatz in der Medizintechnik.

»Kennwerte ähnlich wie im Spritzguss«

Für die Herstellung patientenindividueller Medizinprodukte bietet Kumovis neben dem bekannten Werkstoff PEEK eine Vielzahl an resorbierbaren und weiteren Kunststoffen für das Schmelzschichten in der Medizin. Dazu gehören das mit Kohlefaser verstärkte PEEK (PEEK CF) und ein PPSU-Werkstoff, der mit Bariumsulfat versetzt ist (PPSU + BaSO4), was die Röntgensichtbarkeit verbessert. PEI sowie die resorbierbaren Polymere PLLA, PLGA, PCL und PDO gehören ebenso zum erweiterten Portfolio.

Laut Stefan Leonhardt, Co-CEO und Mitgründer der Kumovis GmbH, lassen sich »die mechanischen Kennwerte mit dem Spritzguss vergleichen«. Dahinter steckt unter anderem ein laminarer Luftstrom innerhalb des Bauraums, der eine homogene Bauraumtemperatur von bis zu 250 Grad Celsius ermöglicht. Das lokale Kühlsystem ist zum Patent angemeldet und hilft beim gezielten Abkühlen der Schmelze. Dies ist für jeden Strang und jede Schicht individuell anpassbar. So lassen sich Hochleistungskunststoffe mit Blick auf mechanische Eigenschaften, Ästhetik, Reproduzierbarkeit und Nutzen auf gehobenem Industrieniveau im 3D-Druck verarbeiten.

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