»Anteile länger halten und Fußabdruck vergrößern«

AM Ventures setzt 100 Mio. Euro schweren Fonds mit Fokus auf AM-Start-ups auf und gibt sich neue Struktur

11.03.2021 — Seit sechs Jahren investiert AM Ventures mit Augenmaß gezielt in Start-ups aus der Welt der additiven Fertigung. Nun hat das Investment-Unternehmen mit Sitz am Starnberger See in Bayern den ersten Venture-Capital-Fonds, der sich ausschließlich auf den industriellen 3D-Druck fokussiert, auf den Weg gebracht. Hauptpartner des 100 Mio. Euro schweren Fonds sind die Langer Group sowie der Investment- und Asset-Manager KGAL.

Gleichzeitig ändert sich auch die Struktur von AM Ventures. Während bisher die Langer Group alleinige Gesellschafterin war, sind nun neben der Langer Group auch KGAL sowie die Geschäftsführer Arno Held und Johann Oberhofer Mitgesellschafter der neuen AM Ventures Management GmbH. »Durch das neue Set-Up sind deutlich größere Liquiditätsreserven vorhanden, durch die wir nicht nur länger unsere Anteile halten können, sondern auch unseren weltweiten Fußabdruck vergrößern können«, erklärt Arno Held im Gespräch mit dem Formnext Magazin. »Grundsätzlich zeigen wir mit diesem Schritt, dass wir ein eigenständiger Wagniskapitalfinanzierer sind, der sich auf alle Spielarten der industriellen additiven Fertigung einlässt und Start-ups sehr frühphasig mit hoher Kompetenz unterstützt.«

»Nächste Stufe«

Auch Dr. Hans Langer, Gründungspartner des Fonds und Vertreter der Langer Group, freute sich, dass AM Ventures nun »die nächste Stufe« erreicht: »Dieser Schritt ist eine großartige Chance für 3D-Druck-Start-ups aus aller Welt und wird dabei helfen, die additive Fertigung als Schlüsseltechnologie der Produktion der Zukunft weiter zu beschleunigen.«

Finanziert von der Langer Group begann AM Ventures 2015 mit Johann Oberhofer als Geschäftsführer und Arno Held als damals einzigen Mitarbeiter. Beide haben in den Anfangsjahren AM Ventures strukturiert und gemeinsam aufgebaut; nach drei Jahren stieg Held ebenso zum Geschäftsführer auf. Heute ist AM Ventures international aufgestellt und in 15 junge Unternehmen investiert – darunter Dyemansion, 3Yourmind, Lightforce Orthodontics oder Additive Drives.

Nichts für »normale Sparer«

Wer sich als »normaler Sparer« nun über eine Möglichkeit freut, mithilfe des Fonds in attraktive AM-Start-ups investieren zu können, wird allerdings enttäuscht. Die Beteiligungen liegen in Millionenhöhe und stammen von der Langer Group, KGAL und KGAL Gesellschaftern; außerdem beteiligen sich weitere vermögende Privatpersonen und erfahrene Unternehmer als erste Limited Partner. Der finale Zeichnungsschluss des Fonds wird im Frühjahr 2022 erwartet. Gleichzeitig denkt Arno Held dabei schon an weitere Projekte: »Die Partnerschaft mit der KGAL bietet auch hervorragende Perspektiven für zukünftige Fonds.«

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