Anlagen, Materialien, Postprocessing: Hohe Dichte an Weltpremieren

10.02.2021 — Auch in der digitalen Form hat die Formnext Connect vom 10. bis 12. November 2020 ihre Bedeutung als weltweit führende Messeveranstaltung für die AM-Branche und die nächste Generation der industriellen Produktion unter Beweis gestellt. Das belegt auch die hohe Dichte an Weltpremieren.

Dazu zählte auch die neue Maschine NXG XII 600 von SLM Solutions, die über zwölf 1-kW-Laser und einen Bauraum von 600 mm × 600 mm × 600 mm verfügt. Laut Hersteller eröffnet sie zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Im Bereich der FDM-3D-Drucker stellte Ultimaker den Ultimaker 2+ Connect vor, eine Weiterentwicklung des Vorgängermodells Ultimaker 2+. Der neue 3D-Drucker erreicht eine Druckgeschwindigkeit von 300 mm/s und bietet Neuerungen wie Wifi, Ethernet, Touchscreen und mehr. Smart3D präsentierte mit dem Macro HT einen industriellen Hochtemeratur-3D-Drucker, der unter anderem die Materialien Ultem, PEEK und PEKK verarbeiten kann. Eine imposante Farbvielfalt und zuverlässige Fertigungsqualität verspricht Mimaki mit dem neuen Inkjet-3D-Drucker 3DUJ-2207 mit UV-Härtung.

Schlanker konstruieren, automatisiert entpacken

Im Bereich Postprocessing zeigte Solukon auf der Formnect Connect das SFP770-System – eine innovative Plattform für das sichere und effiziente Auspacken und Reinigen von Kunststoffteilen, die im SLS-Verfahren hergestellt wurden. Das niederländische Start-up AM-Flow, übrigens auch einer der Gewinner der Formnext Start-up Challenge 2020, präsentierte der internationalen Fachwelt den AM-Bagging-Service. Dieser kann hochauflösende Grafiken, Texte oder Barcodes auf Verpackungen drucken und diese automatisiert für den Versand vorbereiten.

Als besonders innovativ zeigte sich der Bereich Materialien, wo unter anderem die Konzerne BASF, Covestro, Evonik und HP neue Lösungen vorstellten – unter anderem nachhaltig produzierte Kunststoffe. Im Metallbereich stellte Fehrmann Alloys aus Hamburg seine Aluminiumlegierung für den 3D-Druck »AlMgty 90« vor. Laut dem Hamburger Unternehmen ermöglicht das Material mit einer Zugfestigkeit von über 400 MPa und einer Bruchdehnung von mehr als 25 Prozent »noch schlankere und leichtere Konstruktionen«.

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