Starke Glättung und scharfe Kanten

04.02.2021 — Die Spaleck Oberflächentechnik GmbH & Co. KG hat ein neues Verfahren zum Glätten und Polieren additiv gefertigter Werkstücke entwickelt. Das Linear-Force-Finishing-Verfahren (LFF) bewegt die Bauteile isoliert und hochfrequent und kann so auch komplexe Geometrien und sehr raue Oberflächen bearbeiten. Gleichzeitig hat das Unternehmen aus Bocholt, das über mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Oberflächenbearbeitung verfügt, eine Anlage entwickelt, bei der das LFF-Verfahren zum Einsatz kommt: Die PPL300 lässt laut Hersteller einen hohen Automatisierungsgrad zu und kann damit gut ins AM-Umfeld integriert werden.

Das LFF-Verfahren ist eine Antwort auf die Besonderheiten additiv gefertigter Metallbauteile: Die oftmals hohen Rauheitswerte bedürfen laut Spaleck einer starken Oberflächenglättung, wobei eine Kantenverrundung möglichst vermieden werden soll. Zusätzlich werden oft sehr harte Werkstoffe wie etwa Titan verwendet, was sich auf die Nachbearbeitungszeit auswirkt.

Bei herkömmlichen Gleitschleifprozessen können komplizierte Geometrien zu einer sogenannten Schattenbildung führen. Dies wird laut Spaleck mit dem neuen Verfahren auf ein Minimum reduziert. In umfangreichen Tests konnte das Unternehmen zudem nachweisen, dass das LFF-Verfahren im Vergleich zu einem traditionellen Rundtrogvibrator die Bearbeitungszeit je nach Bauteil um den Faktor 15 verkürzen kann.

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