Laserschmelzen statt Löten

02.09.2018 - Als Zulieferer zahlreicher Industrien setzt GKN Powder Metallurgy zunehmend auf die additive Serienfertigung. Seit rund einem Jahr produziert das Unternehmen am Standort Bonn auch 3D-gedruckte Induktoren, die im automobilen Serienumfeld bereits in großen Stückzahlen zum Einsatz kommen. Auch auf der Formnext wird GKN sein Know-how bei der Fertigung von elektrisch besonders leitfähigen Kupferlegierungen präsentieren.

Die Kupferinduktoren werden beim induktiven Härten verwendet. »Allerdings genügen die mangelnde Vorhersehbarkeit bezüglich Standzeit sowie die Qualität manuell gefertigter Kupfer- Induktoren nicht den wachsenden industriellen Anforderungen«, so Ümit Aydin, Global Business Development Director Additive Manufacturing bei GKN Powder Metallurgy. Einmal sei die Herstellung mittels manuellen Lötens relativ kostenintensiv und zweitens verursache jede Lötstelle eine Störung im Stromfluss und damit einen deutlichen Energieverlust.

Prozessparameter als Herausforderung

Die Induktoren werden bei GKN im Laserschmelzverfahren vorrangig in der Produktion in Bonn hergestellt, die nach IATF 16949:2016 Standard zertifiziert ist. Die besondere Herausforderung bei der Fertigung von Kupferbauteilen sieht Aydin darin, »die Prozessparameter für den Werkstoff so zu entwickeln, dass einerseits das Material im Laserprozess überhaupt verarbeitet werden kann, andererseits aber auch die elektrische Leitfähigkeit erreicht wird.«

Neben den Kupferteilen bietet GKN Bauteile aus sechs verschiedenen Metallpulvern, an. Das Spektrum umfasst auch Spezialpulver wie zum Beispiel den randschichthärtbaren Stahl 20MnCr5.

GKN Powder Metallurgy auf der Formnext 2018:

  • Halle 3.1, Stand E30