SLS-Herz erleichtert Entscheidungen

02.09.2018 - Kinderärztliche Operationen gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen. Zum Beispiel müssen Ärzte die feinen Strukturen eines gerade einmal 20 Gramm leichten Herzen eines Neugeborenen handhaben können. Additive Fertigung kann Ärzten, aber auch Patienten helfen, mit den schwierigen Herausforderungen besser umzugehen.

Ein Beispiel ist Kleinkind Kordian aus Polen, das im Alter von gerade einmal drei Wochen an einem traumatischen Aortariss erkrankte. Für das Baby bestand Lebensgefahr. Ärzte und Mutter mussten schnellstmöglich über die weiteren Maßnahmen entscheiden.

3D-Modell des Kinderherzes

Die Ärzte an der Uni-Klinik in Gdansk druckten ein 3D-Modell von Kordians Herz, um der Mutter bei der Entscheidung zu helfen und um sich besser auf die Operation vorzubereiten. Das Herz-Modell entstand auf dem SLS-Drucker Lisa des polnischen Herstellers Sinterit. Laut Aussagen von Sinterit hätte sich ein herkömmlicher FDM-Drucker nicht geeignet, da dieser nicht die für eine Operation benötigte Genauigkeit liefere.

»Als ich das Modell berührte, konnte ich mir genau vorstellen, wie ernst die Krankheit meines Kindes war«, berichtete die Mutter später. Inzwischen ist Kordian 18 Monate alt.

Sinterit auf der Formnext 2018:

  • Halle 3.1, Stand G41