DER BAURAUM ALS REINRAUM

09.09.2019 - Damit Medizintechniker Implantate und andere Produkte branchengerecht und effizient additiv fertigen können, hat das Münchner Start-up Kumovis den 3D-Drucker R1 auf den Markt gebracht.


Mit dem integrierten Temperierungs- und Filtersystem können Nutzer laut Hersteller den Bauraum zum Reinraum machen und die strengen Kriterien für die Zulassung patientenangepasster Medizinprodukte erfüllen.


Mit dem patentierten Temperaturmanagement-System kann der Bauraum homogen auf bis zu 250 Grad Celsius geheizt werden, was unter anderem den Schichtzusammenhalt des jeweiligen Medizinprodukts verbessert. Ein optionaler Filter bietet zudem die Möglichkeit, den Bauraum zum Reinraum zu machen. So lassen sich Fehlstellen durch Fremdkörper im Bauteil vermeiden. Alle Systeme für ein umfassendes Monitoring sind integriert, Dokumentation und Sicherheit sind damit während des gesamten Druckprozesses gewährleistet.


Der Kumovis R1 erfüllt laut Co-Gründer Stefan Leonhardt einerseits die hohen Anforderungen der Medizintechnik und ermöglicht andererseits »die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen im FLM-Verfahren zur Industriereife«. Um Implantate passgenauer zu gestalten, ist eine gute, reproduzierbare Mechanik und Maßhaltigkeit nötig. Im Kumovis R1 kommt hierfür eine lokale Kühlung zum Einsatz.
Die Kumovis GmbH entwickelt 3D-Drucker, die speziell zugeschnitten sind auf die Anforderungen regulierter Märkte, insbesondere der Medizintechnik. Der Fokus liegt auf der Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen wie PEEK, die in der Branche bereits etabliert sind.

Kumovis auf der Formnext 2019:

  • Halle 11.1 - Stand D21