Unscheinbare Schätze

von Thomas Masuch

Auf der Suche nach den Highlights der Formnext 2018 lohnt auch ein Blick abseits der Big Player

12.10.2018 - Die Formnext ist inzwischen der wichtigste Eintrag im additiven Messekalender. Und auch im November werden die Besucher in Frankfurt wieder zahlreiche Premieren und sicherlich auch spektakuläre Neuheiten bestaunen können. Allerdings behalten gerade die Big Player der Branche ihr Messeneuheiten oft noch für sich.

Trotzdem konnten wir schon zahlreiche Innovationen ausfindig machen, die auf der Formnext 2018 ausgestellt werden. Diese haben wir in der Online-Ausgabe des formnext-magazins zum Teil schon vorgestellt. Die meisten dieser Innovationen stammen von Unternehmen, die normalerweise nicht im Fokus der Berichterstattung stehen.

Immer mehr Dienstleister aus der »traditionellen« industrie

Diese Neuheiten zeigen einen interessanten Trend: Immer mehr Unternehmen aus der »traditionellen« Industrie entdecken die Additive Fertigung für sich. Und zwar nicht mehr nur als Anwender sondern auch als Dienstleister. Mittlere und größere Traditionsunternehmen wie Gebr. Becker, Henkel, MKS Instruments, Nabertherm und viele mehr haben ihre Produktpalette mit speziellen Lösungen für den industriellen 3D-Druck erweitert. Neben der AM-Hardware und den Materialien liegt der Schwerpunkt nach meinem Empfinden im Postprocessing.

Die Produktneuheiten sind zwar nicht immer so spektakulär wie die Präsentation neuer, bahnbrechender Fertigungstechnologien. Doch auch für die Additive Fertigung optimierte Öfen, Gebläse, Messegeräte und Klebstoffe bringen die Branche entscheidend voran. Sie helfen dabei, Additive Manufacturing weiter in Richtung Industrialisierung zu treiben. Denn auch große Entwicklungen bewegen sich oftmals in kleinen Schritten. Und wie in anderen Lebenslagen, lohnt sich auch auf der Formnext der Blick auf die manchmal unscheinbareren Dinge bzw. Produkte. Hier können – wenn auch oft dezenter – spannende Schatzkästchen geöffnet werden.