Von der Keramik zum Metall

Lithoz strebt in den Metalldruck – Expertise mit Hochleistungskeramiken soll zudem weiter ausgebaut werden

27.11.2018 - Die Welt der Keramik ist für den österreichischen 3D-Druck Spezialisten nicht mehr genug: Dr. Johannes Homa, Geschäftsführer von Lithoz, kündigte auf der Formnext den Einstieg in die Welt der Additiven Fertigung von Metallwerkstücken an. Motivation zu diesem Schritt sieht Lithoz darin, dass auch in dieser Welt sehr kleine, hochpräzise gefertigte Bauteile mit glatten Oberflächen gefordert sind. Diese könnten mit dem Lithography-based Ceramic Manufacturing (LCM)-Verfahren hergestellt werden.

Auf der Formnext zeigte Lithoz zudem erstmals die CeraFab S65 mit einem neuen Fertigungskonzept: Neben einer zentralen Einheit für die Fertigung, gibt es ein Steuerungsmodul mit überarbeiteter Softwareversion. Ebenfalls neu: eine Datenbank, in der sämtliche Materialien, Arbeitsschritte und anderes hinterlegt werden.

Keramiken als Implantate

Damit wollen die Österreicher ihre Expertise in der Arbeit mit Hochleistungskeramiken weiter ausbauen. Das geht so weit, dass beispielsweise Kieferimplantate mit makroporöser Struktur eingesetzt werden können, in die der Knochen mit der Zeit einwächst und das Implantat sozusagen auflöst bzw. vereinnahmt.

Parallel zu den 3D-Druckern wird Lithoz dann auch sein Portfolio an Druckmaterialien erweitern. Laut Homa nimmt gerade diese Sparte einen großen Teil des Tagesgeschäfts von Lithoz ein: Jede Woche werden zwischen einer und drei Entwicklungen auf Basis von Kundenanforderungen in Angriff genommen.