„Hat uns geholfen, daran zu glauben, dass wir es schaffen können“

Text: Thomas Masuch / Fotos: Sinterit

Sinterit hat 2015 die formnext Start-up Challenge gewonnen und sich danach sehr erfolgreich entwickelt.

Vor drei Jahren wurde polnische Start-up Sinterit auf der formnext 2015 als Sieger der formnext Start-up Challenge ausgezeichnet. Das junge Unternehmen, das auf preisgünstige Desktop SLS-Drucker spezialisiert ist, hat sich inzwischen rasant entwickelt: Die drei Gründer Konrad Glowacki, Pawel Szczurek (beide frühere Mitarbeiter bei Google) und Michal Moszczynski (ehemals ABB) starteten 2013 in einem Keller in Krakau. Heute beschäftigt Sinterit im Zentrum von Krakau 30 Mitarbeiter. Der SLS-Drucker mit dem Namen Lisa hat inzwischen Kunden auf der ganzen Welt gefunden.

Auch als Aussteller ist Sinterit der formnext treu geblieben, und das mit Erfolg: Auf der formnext 2017 und im Nachgang konnte Sinterit 14 „Lisas“ verkaufen. Mit Konrad Glowacki, einem der Gründer, haben wir über die nächsten Ziele gesprochen und auch darüber, wie der Gewinn der formnext Start-up Challenge bei der bisherigen, erfolgreichen Entwicklung geholfen hat.

 

Wie waren die Anfänge von Sinterint und welche Motivation steckte hinter der Unternehmensgründung?

Konrad Glowacki: Am Anfang in 2013 gab es den Traum, SLS-Technologie für Jedermann verfügbar zu machen. Die Gründer arbeiteten wirklich Tag und Nacht am Prototypen unseres ersten Druckers: Sinterit Lisa. Heute sind wir glücklich, Hersteller des ersten Desktop SLS 3D-Druckers zu sein – übrigens inzwischen mit zufriedenen Kunden in der ganzen Welt.

 

Wie haben sich das Produkt und der Service seitdem entwickelt?

Glowacki: Wir haben für die Laser-Sinter-Technologie tatsächlich den Bereich Desktop-Drucker entwickelt. Die Technologie war ja zuvor nur über recht teure Maschinen oder über Dienstleister verfügbar. Unser Produktangebot wird nun immer umfangreicher. Wir bieten inzwischen auch eine “End-to-End”-Lösungen mit Sieb und Sandstrahlung. Der Umgang damit ist sehr leicht zu lernen. Damit haben wir ein komplettes System für den Einstieg in die SLS-Technologie im Angebot. Unser Forschungs- und Entwicklungsteam arbeitet an neuen Materialien und Technologien. Wir haben unser Produkt weiter verbessert, einschließlich einer automatisierten Software, intuitiver Bedienung und einer einfacheren Nachbearbeitung.

Was waren die wichtigsten Schritte für die erfolgreiche Entwicklung von Sinterit und wie hat die formnext Start-up Challenge dabei geholfen?

Glowacki: Wenn man wirklich an sein Produkt glaubt und die nötige Leidenschaft mitbringt, dann wird man letztendlich auch Erfolg haben. Zu unseren wichtigsten Werten zählt, die Kreativität unsere Kunden zu fördern. Die Start-up Challenge hat uns geholfen, daran zu glauben, dass wir es wirklich schaffen und dass wir diesem Marktsegment die nötige Wertschätzung verleihen können. Gleichzeitig haben wir eine große Aufmerksamkeit sowohl von den Kunden als auch von den Händlern bekommen. Ein weiterer wichtiger Schritt war das Investment von FIT Anfang 2017, wodurch wie unser Wachstum noch stärker beschleunigen konnten als wir erwartet hatten.

Was sind die weiteren Ziele?

Glowacki: Wir möchten natürlich weiter wachsen, unser Produkt weiterentwickeln und die SLS-Technologie noch stärker bekannt zu machen. Wir haben inzwischen den Online-Verkauf eingeführt, aber noch wichtiger ist, dass wir intensiv daran arbeiten, unser Vertriebsnetzwerk zu erweitern. Inzwischen haben wir bereits 30 Händler, unter anderem in Südkorea, Singapur, Australien, Brasilien und in anderen Ländern. Wir starten auch gerade den Verkauf in den USA.

 

Konrad, herzlichen Dank für das Gespräch.